Die ZKS geht online
2.2.2009. Leipzig war letzte Woche
Schauplatz zweier für die Abfallwirtschaft nicht
unbedeutender Ereignisse: Erstens wurde offiziell bekannt
gegeben, dass die ZKS, die Zentrale Koordinierungsstelle für
das elektronische Nachweisverfahren, ab sofort ihren
Testbetrieb aufgenommen hat. Zweitens haben alle Anbieter
von eANV Software öffentlich bewiesen, dass ihre
verschiedenen Systeme untereinander und mit dem
Behördensystem ASYS kompatibel sind.
Schauplatz beider Ereignisse war die
Jahrestagung des ak-dmaw (Arbeitskreis Datenverarbeitung in
der Abfallwirtschaft) mit 150 Teilnehmern. Im
Eröffnungsvortrag hat Klaus Dieter Koß, Projektleiter für
die Realisierung der ZKS bekannt gegeben, dass am Vortag den
Softwareanbietern die Zugangsdaten mitgeteilt wurden, so
dass jetzt erstmals die Übermittlung von elektronischen
Entsorgungsnachweisen und Begleitscheinen an das
Behördensystem getestet werden kann.
Wermutstropfen der Botschaft war
allerdings: Bis auf weiteres dürfen lediglich die so
genannten Primäranbieter von eANV-Software mit Testdaten die
Vorgänge durchspielen. Erst wenn diese Tests erfolgreich
verlaufen, wird die ZKS für den Echtbetrieb freigegeben.
Derzeit ist nicht absehbar, wann dieser nächste Schritt
vollzogen werden kann.
Die Softwareanbieter selbst sind hier
schon weiter. Die drei Anbieter, die derzeit Software für
die Abwicklung elektronischer Begleitscheine,
Entsorgungsnachweise und digitaler Signatur gemäß den
Vorgaben des BMU anbieten (Dr. Wandrei GmbH, Fritz & Macziol,
Consist ITU) haben bewiesen, dass sie den kompletten
Dokumentendurchlauf abbilden können.
Beispielhaft wurde vor dem versammelten
Auditorium ein auf dem eANV Portal von Fritz & Macziol in
der Rolle des Abfallerzeugers angelegter Begleitschein an
NSUITE der Dr. Wandrei GmbH, das die Befördererrolle
übernommen hat, übergeben, dort verändert und signiert, und
an MODAWI weitergereicht, das die Rolle des Entsorgers
übernommen hat. Nach simulierter Verwiegung und Signatur
wurde das Dokumenterfolgreich in das Behördensystem ASYS
eingelesen.
Hiermit wurde erstmals öffentlich der
Beweis erbracht, dass das Konzept der BMU-Schnittstellen
tatsächlich funktioniert. Es stellt die Kompatibilität der
Dokumente des neuen elektronischen Nachweisverfahrens
sicher, gleichgültig auf welcher Software sie erzeugt und
bearbeitet wurden.
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